„BLACKBOX HEIMERZIEHUNG“

„BLACKBOX HEIMERZIEHUNG“

Am 23. April 2026 machten wir, die Klasse 10/2, uns während der 5. und 6. Stunde (11:05–12:15 Uhr) gemeinsam auf den Weg zu einer besonderen Ausstellung. Begleitet wurden wir von unserer Lehrerin Frau Balk. Insgesamt nahmen 25 Schüler an diesem Ausflug teil.

Unser Ziel war die „BLACKBOX HEIMERZIEHUNG“, ein mobiles Denkzeichen und interaktiver Lernort, der sich mit der Geschichte der Umerziehung in den Spezialheimen der DDR beschäftigt. Bereits von außen wirkte die Ausstellung durch ihre moderne, containerartige Gestaltung sehr eindrucksvoll. Im Inneren erwartete uns eine Mischung aus Texten, Bildern und persönlichen Schicksalen ehemaliger Heimkinder. Besonders bewegend waren die Berichte darüber, wie Kinder und Jugendliche damals streng erzogen und oft isoliert wurden. So erfuhren wir beispielsweise, dass Isolationsmaßnahmen bis zu 12 Tage dauern konnten. Auch der „Geschlossene Jugendwerkhof Torgau“ wurde thematisiert, der als besonders harte Einrichtung galt. Viele der ausgestellten Porträts und persönlichen Aussagen machten deutlich, wie stark die Erlebnisse die Betroffenen bis heute prägen.

Wir lernten, dass zwischen 1949 und 1989 über 135.000 Kinder und Jugendliche in solchen Einrichtungen untergebracht waren. Ziel war es, sie zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen, oft ohne Rücksicht auf ihre individuellen Bedürfnisse. Die Ausstellung hat uns nachdenklich gemacht und uns einen wichtigen Einblick in ein oft vergessenes Kapitel der
deutschen Geschichte gegeben.

Weitere Informationen zur Ausstellung findet ihr beim Veranstalter:
https://www.blackbox-heimerziehung.de

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