Unsere Studienfahrt nach Prag

Unsere Studienfahrt nach Prag

Vom 23. Juni 2026 bis zum 26. Juni 2026 fuhren wir, die 11er, mit den Lehrern Frau Weiss, Frau Illner und Herr Lange nach Prag, um einerseits unser Wissen in vielen verschiedenen Bereichen zu vertiefen, aber auch, um eine tolle Abschlussfahrt zu haben, die 11 Jahre Schule passend abrundet.

Dazu ging es am Dienstag um 8:00 Uhr in Auerbach los. Als Erstes besuchten wir die Gedenkstätte Theresienstadt, da davon noch überdurchschnittlich viele Reste sichtbar sind. Dadurch konnten wir uns die Schandtaten der NS-Zeit besser vorstellen. Nach einer Führung durch die Zellen der Häftlinge und durch die Büros der Aufseher wurden wir durch ein gigantisches Tunnelsystem geführt. Dabei erklärte uns unsere Reiseführerin, dass diese Gedenkstätte früher einmal eine Festung war. Die gewaltigen Ausmaße beeindruckten uns sehr und wir waren fasziniert, was vor so langer Zeit noch ohne die Hilfe von Robotern und anderen Maschinen gebaut wurde. Anschließend wurden wir zu unserem Hotel gefahren, welches sich nahe dem Stadtzentrum von Prag befindet. Dort angekommen, wurden die Zimmer aufgeteilt und anschließend war Zeit für eine individuelle Stadterkundung. Wir gingen in die Stadt, um markante Sehenswürdigkeiten, wie die Karlsbrücke anzuschauen und später in eines der zahlreichen Restaurants essen, um etwas Energie zu tanken.

Am nächsten Morgen besuchten wir die Prager Burg. Der kolossale Dom ragt über die ganze Burg hinaus und gab uns einen tollen Einblick in die gotische Architektur. Ein besonderes Highlight hierbei war der Ort, an dem sich der Prager Fenstersturz, also der Anlass des 30-jährigen Krieges, abspielte. Da in den alten Räumen der Burg keine Klimatisierung vorhanden war, machte uns hier die extreme Hitze ganz schön zu schaffen. 39 Grad Celsius brutzelten uns Kopf und Haut. Das hielt uns jedoch nicht davon ab, einiges zu unternehmen. Manche schlenderten durch die Stadt und aßen Eis oder gönnten sich ein paar kalte Getränke. Doch es gab auch ein paar Verrückte, die bei dieser brühenden Hitze einen besonderen Ausblick über die Stadt haben wollten und einen 6 km langen Weg zum Prager Eifelturm auf sich nahmen. Doch da der Ausblick fantastisch war, konnten wir nur sagen, dass es sich gelohnt hat.

Am Donnerstag stand ein Besuch des Schokoladenmuseums an. Dabei wurde uns erklärt, wie die Schokolade wann und warum entstand. Besonders beeindruckend war hierbei ein Workshop, bei dem wir unsere eigene Bruchschokolade herstellen durften. Mit vollem Elan ging es weiter mit der Entdeckung der Stadt. Viele von uns sahen sich Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Prager Fernsehturm oder verschiedene Museen an. Das Nachmittagsprogramm bot eine ruhige Schifffahrt auf der Moldau, bei der man die Stadt noch einmal von einer ganz anderen Seite erleben konnte. Anschließend gingen wir in den jeweiligen Kursen mit unseren Tutoren fein dinieren und verbrachten so einen schönen Abend. Das besondere Highlight für diesen Tag war das Länderspiel Deutschland gegen Ecuador. Dafür durften wir uns das Spiel in Lokalen mit Public-viewing-screens anschauen. Nachdem Sane erneut in der Startelf stand, sank unsere Begeisterung drastisch. Zudem kam nach dem Abpfiff die pure Enttäuschung auf, was auch in den Gesichtern erkennbar war. Letzten Endes war es trotzdem ein schöner letzter Tag in Prag. Am Freitag reisten wir ab und besuchten zu guter Letzt noch das Skodawerk in Mlada Boleslav. Nach einer sich etwas ziehenden Wartezeit konnten wir endlich die Führung antreten. Wir sahen das Presswerk und am Fließband der Werksarbeiter im Hauptwerk stellten wir fest, dass diese Arbeit ziemlich hart ist. Nach diesen drei schönen gemeinsamen Tagen wollten wir alle nur noch nach Hause. Letztendlich können wir nur sagen, dass uns die Fahrt trotz der extremen Hitze sehr sehr gut gefallen hat. Wir waren traurig, dass das unsere letzte Klassenfahrt war. Dabei fanden wir es besonders schade, dass uns Frau Liebold krankheitsbedingt, nicht begleiten konnte. Sie ist schließlich dafür bekannt, dass sie die Stimmung in schlechten Momenten auflockert und unsere Klassenfahrt so sicherlich noch um einiges bereichert hätte.

– Nico Rühmer


Impressionen der Prag-Fahrt:

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